Kategorie: Ökonomie

Die soziale Ordnung im Internet hat auch die Strukturen des Online-Journalismus stark verändert. Zum klassischen Gatekeeping kommen ganz neue, technologiebasierte Ordnungselemente. Prominentes Beispiel für so eine Struktur ist die Seite Rivva.de. 2007 gegründet wurde das Projekt 2011 vorübergehend aus finanziellen Gründen vom Netz genommen. Mittlerweile ist es wieder online. Ich habe mir angesehen, welche Öffentlichkeit der Aggregator eigentlich abbildet.
„Die Presse“ sorgte gleich zu Beginn des neuen Jahres für Aufregung in der Journalismusbranche. Mit der Bekanntgabe, ihr Sportressort auszulagern und mit der Styria Multi Media Men (SportMagazin und Sportwoche) zu bündeln, wird im Bereich der österreichischen Zeitungen ein ganz neuer Weg eingeschlagen. Ein Weg, der laut Michael Fleischhacker, Chefredakteur der „Presse“, für mehr Qualität sorgen und weniger Kosten verursachen soll. Trotzdem zeigt sich die Journalistengewerkschaft empört.

Rote Karte für die Zusammenlegung der Redaktionen © Katharina Haider
Kachingle bietet als Social Payment Dienst, ähnlich wie das schwedische Pendant flattr, die Möglichkeit, freiwillig Internetseiten mit kleinen Spenden zu unterstützen, um die Qualität und die freie Nutzung von Online-Inhalten (besonders Online-Journalismus) zu erhalten. Doch wie funktioniert das Konzept – und funktioniert es auch wirklich?

Es ist wohl kein Geheimnis, dass sich weltweit seit dem letzten Jahrzehnt die Mediensysteme und vor allem auch der Journalismus verändert haben. Im Zusammenhang mit Schlagwörtern wie Internet, Blogs und Social Media wird der traditionelle Journalismus zusehends ins Prekariat gedrängt. Aber auch die altbewährten Probleme wie Zeit und Geld setzen der Qualität von journalistischen Tätigkeiten mehr als nur zu. Hauptfinanzierungsquellen wie Vertriebs- und Anzeigenerlöse schwinden immer mehr dahin.
Wie in vielen alltäglichen Dingen scheint uns die USA auch hier eine Nasenlänge voraus zu sein, denn dort entwickelten sich vor allem seit der Finanz- und Medienkrise neue Finanzierungsmodelle für die Sicherstellung der Qualität im Journalismus – eines dieser Modelle ist der stiftungsfinanzierte Journalismus.

Newsroom (Photo by victoriapeckham, flickr.com, CC BY 2.0)
Noch vor einiger Zeit hatte jedes Medium seine eigene Redaktion, jedes Ressort seine eigene Seite oder Sendung. Doch heute gilt es, ressort-, programm- und medienübergreifend zu arbeiten. Die Devise lautet: Jedes Medium, jederzeit, überall und für jeden Kanal. Die traditionellen Redaktionsstrukturen werden aufgebrochen.

Bild: Michel Jungwirth
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