Kategorie-Archiv: Ökonomie

Facebook Promoted Post: eine kritische Betrachtung. Qualitätssicherung oder Abzocke?

Die Betreiber von Facebook testen ein neues Feature: Das Promoted Post Programm.

Dieses Feature hat aus Sicht der Unternehmen tragende Auswirkungen auf die ehemalige Reichweite. Trotz Zunahme der Fans sehen immer weniger Nutzer einzelne Einträge der Fanpage in ihren Newsfeeds. Die Folge: die durchschnittliche Reichweite bei Postings auf Facebook-Seiten sinkt. Ursache der Verknappung liegt in der Überarbeitung des Edgerank-Algorithmus. Dieser sorgt dafür, dass ursprünglich sichtbare Inhalte in Newsfeeds zurückgehalten werden. Der Edgerank ist für jeden Nutzer und „Fan“ einer Seite individuell und nicht vom Unternehmen aus messbar. Er filtert folglich die Beiträge nach Relevanz für jeden einzelnen Nutzer.

Das bedeutet, dass Unternehmen trotz guter Content-Strategie einem Verlust der Reichweite nicht vollkommen entgegenwirken können.

Mit dem Promoted Post Programm soll nun Unternehmen und Privatpersonen dabei geholfen werden die Reichweite ihrer Posts durch einen finanziellen Aufwand zu erhöhen. Seitenbetreiber können somit gegen Bezahlung einzelne Beiträge einer größeren Anzahl an Fans in deren Newsfeed zugänglich machen. Weiterlesen

Real Time Bidding als neue Form des Online-Marketing

Real Time Bidding Titelbild

Grafik (c) by Matt Klassen, thetelecomblog.com

Real Time Bidding, kurz RTB, ist ein Verfahren, bei dem Werbetreibende bei der Platzierung ihrer Werbung in Echtzeit auf Werbeplätze im Internet bieten können. Der Prozess gleicht einer herkömmlichen Versteigerung, nur läuft er beim Real Time Bidding im Bruchteil einer Sekunde ab. Den Werbeplatz bekommt dann jeweils der Höchstbietende. Seinen Ursprung hat RTB bei Google. Das Unternehmen arbeitet schon länger mit der Technologie in seinen Werbeprogrammen. In den USA ist das Verfahren in der Werbeindustrie bereits seit Jahren ein stark wachsender Trend, in Europa kommt es gerade erst an. Weiterlesen

Smartphone und Computer statt Buch und Zeitung?

Bub im Altpapier-Kübel

Doch noch etwas Interessantes gefunden! Zeitungen bleiben bei Jugendlichen beliebt. Foto: (cc) khv24/pixelio.de

Jeder vierte Jugendliche besitzt heute ein Smartphone. Kritiker sehen die Gefahr, dass junge Menschen wegen der Digitalisierung der Medien weniger Bücher und Zeitungen lesen wollen. Was ist jedoch an der vermeintlichen “Leseverdrossenheit” der Jugendlichen dran – und verlieren Zeitungsverlage tatsächlich zunehmend ihre junge Leserschaft? Die im Dezember 2012 veröffentlichte JIM-Studie gibt Aufschluss darüber, wie es um das Verhältnis zwischen Zeitung und Jugend tatsächlich steht.

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Share & Care: Ökonomie einmal anders

An einem verschneiten Samstag Vormittag läutete ich an einer Wohnungstür im dritten Wiener Gemeindebezirk. Eine junge Dame öffnete mir und ich war mir nicht sicher ob ich richtig war. Bisher hatte ich ihr Gesicht nur auf einem offenbar nicht sehr der Realität entsprechenden Profilfoto auf Facebook gesehen.

“Hallo. Ich hab die Tassen schon mal eingepackt. Ich freu mich wirklich sehr, dass ich sie los bin. Sie waren ein Erbstück meiner Großmutter, die sie aber nie verwendet hat und ich wollte sie nicht wegschmeißen.”, sagte sie. Ja – ich freute mich auch – und zwar über die Tassen, die ich nun mein Eigen nennen durfte.

Ich bedankte mich und hielt die nagelneue Kaffeetassen einer bekannten oberösterreichischen Keramik-Manufaktur in meinen Händen, die ich schon seit Monaten überall günstig gesucht hatte. Am selben Tag noch klingelte auch bei mir jemand an meiner Tür und holte meinen wunderschönen, aber leider mittlerweile abgesehenen Raumteiler ab. Zum Dank tanzte ein kleines fremdes Mädchen, offenbar die neue Besitzerin des Schmuckstücks, vor Freude in meiner Wohnung im Kreis herum.

Dinge, die man nicht mehr braucht verschenken – ohne Gegenleistung, ohne Tauschen, ohne Bezahlen. Zuerst dachte ich, das funktioniert bestimmt nicht – schon gar nicht in einer Gesellschaft, wie sie heute existiert. Aber als ich mich dann in der Gruppe “Share & Care” auf facebook angemeldet hatte, staunte ich, was alles möglich ist. Ich wurde eines Besseren belehrt und im Nu verschenkte ich dort alles was ich nicht mehr brauchen konnte und meldete mich für auf der Seite angebotene Dinge, die ich gerne hätte. Innerhalb kürzester Zeit war ich allen möglichen Krempel los – für mich Krempel – für andere tolle neue Dinge, die sie vielleicht schon lange gesucht hatten.

Das Prinzip von Share & Care schafft ein völlig neues Konzept des Miteinanders. Man beginnt auch zu überlegen: “Brauche ich das wirklich?”. Und das eigentlich nur, weil es umsonst ist. Würde es etwas kosten, würde man wahrscheinlich nur den Preis abwägen den man bereit ist dafür zu zahlen. “Share & Care” ist in meinen Augen ein kleiner Meilenstein, um Ressourcen achtsam zu nutzen und man sieht, dass Dinge, die für einen selbst nicht mehr viel bedeuten, bei anderen Menschen ganz toll aufgehoben sind – viel besser als am Sperrmüll oder in der Mülltonne.

Das Spenden-Finanzierungsmodell von Wikipedia

Laut Wikipedia wurde das mehrsprachige Online-Lexikon Wikipedia am 15. Jänner 2001 gegründet. Seither finanziert sich die Online-Enzyklopädie ausschließlich über Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Ein seit über 10 Jahren funktionierendes Erfolgsmodell, das selbst von der Wirtschaftskrise nicht erschüttert werden konnte. Weiterlesen

Fashionblogs: Wenn das Hobby sich plötzlich auszahlt

Foto: Bianca Brien

Seit der Geburt des Internets kommen täglich eine Vielzahl von Blogs zur Welt. Leider sterben sie auch genauso schnell wieder. Es gehört mehr zum erfolgreichen Bloggen, als sich ein wenig mit den verschiedenen Plattformen des World Wide Webs auszukennen. Es braucht Leidenschaft für ein bestimmtes Thema. Isabella Meyer hat es geschafft. Was als Liebe an der Mode anfing, zahlt sich bei ihr mittlerweile sogar aus. Weiterlesen

Quality for free? Jein! – Freemium als neues Geschäftsmodell für Online-Zeitungsartikel

NY Times, Bezahlung

Screenshot: nytimes.com | Bezahlung

Printmedien setzen neben ihrer Erscheinung am Papier auch auf Internetpräsenz; das ist im elektronischen Zeitalter nichts Neues. Sowohl Boulevard-, als auch Qualitätsmedien haben sich diesem Trend gebeugt und bieten ihren Content im World Wide Web für ihre Leserschaft an. Interessiert man sich für einen Artikel, dann wird erwartet, dass dessen Inhalt gratis angeboten wird – so war es bis jetzt bei den meisten Medienanbieter auch üblich. Gewöhnen sich Leser an solch ein Service, wird es schwer, ein Umdenken zu erwarten oder gar eine Bezahlung gegen Inhalte einzufordern. Wie lässt sich eine Balance zwischen free Content und mediales Überleben finden?

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Auf der Suche nach der Crowd


Die erste Dokumentation über Crowdfunding “Capital C – how the crowd liberates itself”

Was haben die Projekte „Capital C – how the crowd liberates itself“, die Facebook-AlternativeDiaspora“, „Stromberg – Der Film“ oder auch der Wahlerfolg 2008 von Barack Obama gemeinsam? Sie wurden alle teils oder zur Gänze mithilfe von Crowdfunding finanziert.

Crowdfunding ist ein Geschäftsmodell, das sich seit 2011 auch in Deutschland etabliert hat. Seither wurden dort mittels crowdfunding laut Crowdfunding-Monitor bereits 275 Projekte erfolgreich unterstützt.

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Tracking Cookies: Unsere Kekskrümel im Internet

Dean Shareski - CC BY-NC 2.0

Wer kennt das nicht? Man sucht sich im Internet eine schicke neue Ledertasche, und die passenden Schuhe dazu dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ach ja: Schauen wir auch noch schnell, wie viel ein Flug nach New York kosten würde …

… und schon scheint das Web nur noch aus Werbeanzeigen der vorher gesuchten Waren und/oder Marken zu bestehen. Auf beinah jeder Website, die man anschließend besucht sind passende Werbebanner zu finden.

Wer sich dagegen wehren will, muss sich selbst behelfen, denn ein Gesetz gegen das gezielte Tracking im World Wide Web gibt es noch nicht. Weiterlesen