Wir leben heute in einem Zeitalter von “good vs. better”. Es ist nicht mehr genug gut zu sein, man sollte immer versuchen besser zu werden. “Geh an deine Grenzen. Und dann gehe weiter”; “Work hard to get good, then work hard to get better” – solche Ideen werden von zahlreichen Slogans, Selbsthilfebüchern etc. propagiert.
Sich selbst konstant zu verbessern, zu optimieren ist der Zeitgeist der letzten Jahrzehnte. In der Online-Welt äußert sich dieser Trend durch die Praktiken der Search Engine Optimization. Kurz gesagt ist der Kerngedanke oder eher die Kernfrage: Wie werde ich von den Suchmaschinen besser, leichter, schneller gefunden?
SEO: Suchmaschinenoptimierung – wie mache ich das?
Wenn man in einem Browser die Tasten Ctrl/ Strg + U drückt oder einfach im Menüfeld File – > View Page Source wählt, wird man die HTML – Version der jeweiligen Webseiten sehen. Das ist es, was die Suchmaschinen “lesen”.
Die andere, lesefreundliche Version ist für den Enduser geeignet. Die Codes, die in der HTML-Version enthalten sind, helfen den Suchmaschinen zu erkennen wovon die Seite handelt”. Wenn man beispielsweise mit <h3> zu Beginn und mit </h3> am Ende einen Satz markiert, so ist dieser Satz als ein Zwischentitel zu deuten.
Das heißt, ihm wird mehr Bedeutung zugeordnet, besonders den Wörtern, die darin enthalten sind. Wenn diese Wörter von einem User in die Suchmaske eingegeben werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der jeweilige Artikel oder Blog-Posting unter den Suchresultaten auftaucht.
Good Cop, Bad Cop: SEO-Praktiken
Generell unterscheidet man zwischen “black hat” und “white hat” Praktiken in der Suchmaschinenoptimierung. Die “black hat” Methode erkennt Lücken in den Funktionsweisen von den Suchmaschinen und nutzt sie aus und die “white hat”-Methode setzt auf legitime Strategien wie reiche interne und externe Verlinkung, gute Strukturierung, Indexierung, inbound-Verlinkung.
SEO gone wild
Chris Moran, SEO-Redakteur bei The Guardian meint, dass technisch gesehen am effizientesten und funktionalsten wäre, wenn eine Geschichte über Justin Bieber ein headline, standfirst und byline “Justin Bieber” hätte.
In der Realität kann das so nicht funktionieren, denn die Internetinhalte werden zwar durch die Suchmaschinen bereitgestellt, aber sie werden zugleich einem realen Nutzer angeboten, der ganz anders als eine Maschine funktioniere. Deswegen versucht man, oder zumindest sollte versuchen das Gleichgewicht zu finden und einen Artikel so zu gestalten, dass er sowohl für die Suchmaschinen als auch für die Leser attraktiv ist.

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