Climax first: 10 Schritte der Suchmaschinenoptimierung

Roboter

Foto: M.Bottesch

Suchmaschinen erleichtern uns das Surfen im Netz. Ohne Suchmaschinen wäre die Dynamik des Internets nicht denkbar. Informationen wären nur durch Zufall oder nach langer Suche zu erreichen. Für einen Informationsproduzenten ist es wichtig gefunden zu werden. Es reicht aber nicht aus, einfach seinen Text zu publishen und auf Laufkundschaft zu hoffen. Nicht einmal große Onlineportale könnten mit dieser Strategie der Informationsverbreitung überleben. Was ist also zu tun?

Achtung, Definition

Der erste Schritt im Netz gefunden zu werden, ist zu verstehen, wie Suchmaschinen arbeiten. Eine Suchmaschine sendet kleine Datensammler aus (Crawler oder Robots). Deren Aufgabe ist es einen möglichst großen Teil des Internets zu indexieren. Pausenlos durchforsten sie in regelmäßigen Intervallen alle bekannten Domains. Der Suchmaschinenbesucher kann in den Ergebnissen dieser Recherche nun seine Information suchen. Das Ergebnis leitet ihn zumeist auch direkt zur Quelle. Aus dieser vereinfachten Darstellung lassen sich schon erste Kriterien isolieren, die dem Schreiber helfen seinen Artikel zu verbreiten

  • Crawler dürfen nicht ausgesperrt werden und da sie es eilig haben, müssen sie schnell zum Ziel finden. Wir müssen ihnen schon in den ersten Zeilen  zu verstehen geben, um was es geht. Mit einer Sitemap oder einer Textdatei (robots.txt) kann man den Crawlern mitteilen, wie die Website aufgebaut ist und wo er sich die Suche sparen kann oder wo er unerwünscht ist.
  • Die Crawler schauen regelmäßig vorbei, um herauszufinden, ob es etwas Neues gibt. Wenn sie feststellen, dass sich selten etwas tut, dann werden die Abstände zwischen den Besuchen größer. Daher ist es wichtig regelmäßig die Seite zu aktualisieren, damit die Suchmaschine häufiger Neues vermutet.
  •  Suchmaschinen haben Formulare, mit denen man seine eigene Seite bei der Suchmaschine bekannt machen kann. Das ist besonders bei neu registrierten Domains sinnvoll, da es sonst eine Weile dauern kann, bis die Suchmaschine von euch hört.

Ohne Suchmaschinen wäre die Dynamik des Internets nicht denkbar

Jeden Tag entscheiden wir, ob die Qualität der Suchergebnisse unseren Bedürfnissen entspricht und ob wir einem Link folgen oder weiter scrollen. Dabei spielen neben dem Titel und einer Kurzzusammenfassung auch die Position des Suchergebnisses eine Rolle. Das erscheint simpel, birgt aber weitere Faktoren die beachtet werden wollen:

  • Die Suchmaschine möchte gute Ergebnisse liefern. Das hat vor allem finanzielle Gründe. Werbekunden möchten auch keine Zufallsgäste auf ihren Seiten, sondern lieber potentielle Kunden. Suchergebnisse müssen daher zu den Suchanfragen möglichst genau passen. Da die Crawler lange Artikel nicht ganz zu Ende lesen, sondern sich nur wenige Zeilen nach dem Titel ansehen, ist es sehr wichtig, schon früh zur Sache zu kommen und repräsentative Schlagwörter früh zu positionieren.

Im Gegensatz zu Printmedien sind im Titel einer Story weder Ironie, noch Wortspiele gefragt. Solange Suchmaschinen die Semantik der Sprache nicht verstehen, müssen wir konkret bleiben.

  • Die Art der Präsentation des Suchergebnisses beeinflusst die Aufmerksamkeit des Suchenden. Auch ohne dass das Ergebnis an erster Stelle steht kann man Nutzer für sich begeistern. Gibt es beispielsweise ein Video oder Foto auf der Seite, so kann man das in die Vorschau einbinden.
  • Meta-Tags sind im Quelltext verborgene Schlagwörter, die der Programmierer einbauen kann, um die Crawler zu beeinflussen. Doch seit Google den Markt beherrscht, verliert diese Technik an Bedeutung.

Wie oben beschrieben sind große Suchmaschinen vorrangig wirtschaftlich denkende Unternehmen. Sie finanzieren sich durch Werbung. Die eigene Seite kann optimal für Suchmaschinen konzipiert sein, aber dennoch nie mit seinen Informationen an erster Stelle stehen, wenn sich Mitbewerber bei der Suchmaschine Werbeanzeigen gebucht haben. Man kann je nach Geldbeutel auch mit finanzieller Hilfe Plätze gutmachen:

  • Plattformen wie Google Adwords bieten die Möglichkeit die eigene Seite an prominenter Stelle zu platzieren. Die Kosten dafür setzen sich unter anderem aus der Qualität des Zusammenspiels zwischen Suchanfrage und Suchergebnis (Qualität der Keywords), der Anzahl der Mitbewerber aber auch aus den eigene Wünschen/finanziellen Möglichkeiten zusammen.

Spätestens wenn es ums Geld geht, wird es Zeit den Erfolg der durchgeführten Maßnahmen zu überprüfen. Ein Besucherzähler reicht nicht aus. Um sich ein Bild der Leser oder den Nutzen einer Werbeanzeige zu machen braucht man Details.

  • Analysetools wie Google Analytics können über technische Ausstattung, demographische Zusammensetzung und Herkunft der Leser Auskunft geben. So lässt sich beispielsweise überprüfen, ob Benutzer auf der Seite verweilen oder gleich wieder abspringen. Wonach hat der Benutzer gesucht? Welchen Weg hat er genommen um an  den Artikel zu kommen?  Erfolgreiche Strategien lassen sich reproduzieren. Fehler können  zukünftig vermieden werden.

Solange Suchmaschinen die Semantik der Sprache nicht verstehen, müssen wir konkret bleiben

An erster und wichtigster Stelle steht der Hyperlink. Diese Technik revolutionierte die Vernetzung von Informationen und Google als größte aller Suchmaschinen setzt auf die Analyse der Verlinkung.

  • Auch wenn die Kriterien der Suchergebnisreihung nicht offiziell bekannt sind, so steht doch fest, dass es wichtig ist gut vernetzt zu sein. Vereinfacht ausgedrückt bewertet Google Seiten besser, die von prominenten Websites empfohlen werden. (Auch die interne Verlinkung innerhalb der eigene Website wirkt sich positiv aus.)
  • Nicht zuletzt gehört die Qualität des Contents zum Erfolgsrezept, denn letztendlich werden schlechte Artikel nicht verlinkt und in sozialen Netzen nicht verbreitet.

Viele Punkte fehlen auf der Liste, um den einführenden Charakter zu erhalten. Viele Wege führen zum Ziel. Aber eines haben alle Websites gemein: Wenn der Inhalt fehlt, helfen auch keine technischen Tricks.