Ein Blog sagt mehr als tausend Worte

Will Lion | flickr | CC BY-NC-ND 2.0

Was ein Blog ist, ist mittlerweile fast jedem bekannt, der schon mal eine Suchmaschine benutzt hat. Nur woher kommt dieses Interesse, einen Weblog zu verfassen? Und welche Formen von Weblogs ergeben sich aus den verschiedenen Ideen der Autoren?

Trotzdem kurz zur Erklärung: Jan Schmidt bezeichnet Weblogs (eine Kombination der Begriffe „Web“ und „Log(-buch)“, oft auch: Blogs) als “regelmäßig aktualisierte Webseiten, auf denen Inhalte (meistens Texte beliebiger Länge, zunehmend aber auch Bilder, Videos oder andere multimediale Inhalte) in umgekehrt chronologischer Reihenfolge angezeigt werden. Die Beiträge sind einzeln adressierbar und bieten in der Regel die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen.”

Kurzum, man will also die Öffentlichkeit oder Freunde an eigenen Gedanken, Zielen, Wünschen, Plänen und Tagesabläufen teilhaben lassen. Durch eine Kommentar-Funktion haben sie auch die Möglichkeit mit dem Autor zu interagieren.

Journal writing vs. Journal-ism?

Einen Blog als ein persönliches Reisetagebuch zu nutzen ist eine bereits beliebte Variante. Kinga, Studentin der Uni Wien, ging letztes Jahr nach Spanien um dort ein Erasmus-Semester zu absolvieren. Vor ihrer Abreise hat sie begonnen einen Blog zu gestalten. Zu meiner Frage „Wieso bloggst du auf Reisen?“ antwortet die 23-jährige: „Weil ich da die Umgebung noch nicht kenne und mich für Kleinigkeiten begeistern kann, die ich dann teilen möchte“. Ein Grund für Blogs ist also ein großes Interesse über eigene Erfahrungen während einer Reise zu berichten oder trotz räumlicher Distanz den Kontakt zu seinen Freunden oder Familie zu halten.

Auch viele Journalisten verfassen mittlerweile Weblogs (oder auch Microblogs), um sich mehr Präsenz im Web zu schaffen. Ein sehr bekannter Microblogger aus Österreich ist Armin Wolf, der regelmäßig auf Twitter bloggt. Dort ist man natürlich redaktionell ungebunden und hat mehr Freiheit beim Schreiben. Weblogs dienen Journalisten dadurch ebenso als Werkzeug für persönliches Wissensmanagement.

Help yourself – start a blog!

Corporate Blogs werden von Unternehmen erstellt um entweder die interne Kommunikation zu verbessern oder um sich extern zu präsentieren und vernetzen. Ein Blog verschafft einem Unternehmen Öffentlichkeit und gleichzeitig eine Möglichkeit für Mitarbeiter um sich untereinander auszutauschen. Die Bedingung für eine gelungene Kommunikation auf dieser Plattform ist allerdings, dass gewisse Regeln aufgestellt und die Kommentare auch regelmäßig gelesen und, falls gewünscht, beantwortet werden. Diese Form von Blogs wird selten für journalistische Zwecke eingesetzt. Im Gegenteil, oft sind Marketing und PR-Strategien der Grund für die Veröffentlichung eines Firmenblogs.

Es gibt allerdings auch andere Arten von Corporate Blogs: Ein Kunden-Blog bietet Inhalte an, die für die Zielgruppe des Unternehmens von Interesse sind. In Fach-Weblogs findet man Diskussionen mit Experten zu einem bestimmten Fachthema, passend zum Unternehmen.

Neben Firmenblogs haben sich auch noch Watchblogs, die ausschließlich eine kritische Begleitung journalistischer Berichterstattung vornehmen, wie der Medienwatchblog „Kobuk“ von Helge Fahrnberger, und Warblogs etabliert.

Fazit:

Einen Blog zu gründen wird immer einfacher – die Gründe dafür sind grundverschieden.Die Abgrenzungen zwischen den verschiedenen Blog-Arten sind oft sehr verschwommen, da ein Expertenblog ebenso ein Watchblog oder Reiseblog sein kann. Der Autor eines Reiseblogs kann ja schließlich auch Experte des Landes, das er gerade bereist, sein.

Ein Ziel haben sie jedoch alle gemeinsam: sie wollen vor allem gelesen werden.

mashable.com | Corporate blogging Tips