Es waren einmal zwei Welten – Social Media und TV

Lang ersehnt und jetzt ist es soweit – Social Media TV, Social Media Broadcast oder einfach “wirklich” interaktives Fernsehen nimmt zunehmend Gestalt an. Eine bislang einzigartige Verknüpfung von TV und Online.

Social Network

By daniel_iversen

Früher schalteten sich Zuschauer über Telefon oder Mail in Talkrunden ein, heute stellen sie über Facebook Fragen an anwesende Politiker oder laden vorab Videos auf YouTube hoch. Unsere Kultur zeigt einen eindeutigen Trend: Menschen wollen nicht mehr nur konsumieren, sie wollen interagieren. Und genau deshalb bietet die Integration klassischer TV-Programme ins Social Web viele Möglichkeiten. Hier wird aus dem passiven Zuschauer der aktive Fan. Nehmen wir als Beispiel „Berlin – Tag & Nacht“, die über ihre Facebook 330.000 Fans erreichen – zu beachten ist, dass diese Vorabend-Pseudo-Dokusoap seit zwei Monaten im Fernsehen läuft. Sie lässt sich nicht nur bequem im Web sehen, sondern auch in den eigenen sozialen Netzwerken teilen. Fans stimmen über die beliebtesten Episoden ab und können über die Geschehnisse der nächsten Episode ihre Vermutungen und Erwartungen zu Wort bringen.

How I met our future

Wirklich interessant wird die Entwicklung für TV-Anstalten und Zuschauer aber erst, wenn das Netz und das Fernsehen konsequent zusammengeführt werden. Schauen wir uns anhand des Beispiels „How I met your mother“ weitere Möglichkeiten an, welche die Zukunft des Social TVs bieten könnte.

Schaue mit deinem Netzwerk

Dank integrierter Chat-Funktionen und Kamera wird dem „How I met your mother“-Fan die Möglichkeit geboten die Sitcom gemeinsam anzuschauen, obwohl man räumlich voneinander getrennt ist. Fernsehen wird so wieder zu dem, was es vor allem in seiner Anfangszeit war: ein Gemeinschaftserlebnis.

Informationen

Wer möchte, lässt sich Informationen zu Hauptdarstellern oder zur Staffel einblenden. Wieso arbeitet Ted Mosby als Architektur-Dozent? Wikipedia und IMDb bieten die Antworten, sie müssen dem Zuschauer nur bequem zugänglich gemacht werden. Denkbar sind auch Lösungen, die sich der Möglichkeiten der Bilderkennung bedienen. Sie sehen einen Nebendarsteller und fragen sich woher sie ihn kennen? Per Knopfdruck bekommt man die Filmographie der betreffenden Person angezeigt.

Musikerkennung

Wer in einer Episode einen tollen Song hört, muss nicht mehr zum iPhone greifen. Die Titel gespielter Songs werden direkt im TV angezeigt, auf Wunsch natürlich inklusive Songtexte.  Die Songs inkl. Songtext, welche in der jeweiligen Episode vorkommenden, werden von den Fans der Sendung für die Rezipienten herausgesucht – und das tun die Fans gerne und unentgeltlich.

T-Commerce

Man erhält natürlich nicht nur Informationen zu den Musiktiteln, sondern kann sie direkt erwerben. Außerdem gibt es per Klick Reiseangebote nach New York oder Merchandising-Artikel zum Kaufen. Und wieso sollte man nicht gleich die Produkte kaufen können, die man sieht? Der Sinn von Product Placement würde schlagartig steigen.

Natürlich hat der User dabei immer Zugriff auf Ratings & Reviews anderer Nutzer und dank Preisvergleichssystem auf die günstigsten Webshops. Und möchte man das Produkt nicht in einem Webshop kaufen, erhält man per GoogleMaps direkt den Anfahrtsweg zum nächstgelegenen Store.

Ist das genug? Nein!

Syzygy hat ein Konzept entwickelt, das einige dieser Ideen aufgreift und andere weiterführt. Das Ganze nennt sich GOAB und gibt einen interessanten Ausblick darüber, wie das Fernsehen der Zukunft aussehen könnte.

GOAB. A TV Experience Concept from SYZYGY on Vimeo.

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