Julian Assange: Verschlüsselte Dokumente als Lebensversicherung?

Screenshot der Wanted-Seite von interpol.int

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Der Sprecher der Whistleblower-Plattform Wikileaks, Julian Assange, hat Medienberichten zufolge eine 1,5 Gigabyte große Lebensversicherung an 100.000 Unterstützer versendet. Die Datei ist mithilfe des bisher als sicher geltenden Verschlüsselungsalgorithmus AES gesichert. In der Datei, die den Namen “insurance.aes256″ trägt, sollen alle US-Depeschen mit Klarnamen und Aufenthaltsorten sowie Teile der bereits angekündigten geheimen Informationen aus einer amerikanischen Großbank enthalten sein.

Im Falle der Veröffentlichung des Codes der Datei wäre aufgrund der Vielzahl der Besitzer der Datei eine Veröffentlichung kaum zu verhindern. Bereits vor Monaten tauchte die Datei auf, bis zu einem Interview letzte Woche in der britischen Tageszeitung The Guardian war nicht klar, was es mit der Datei auf sich hat.

Assange bleibt vorerst in Haft. Anträge auf Freilassung gegen Kaution wurden vom Richter abgelehnt. Ihm droht die Auslieferung nach Schweden, wo er zu Vergewaltigungsvorwürfen verhört werden soll.

BBC News | “Wikileaks founder Julian Assange refused bail”

NY Times | “State’s Secrets” – Themenseite

Spiegel Online | “Die Botschaftsdepeschen” – Themenseite

WikiLeaks.ch

Interpol | Wanted-Seite

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