
Die Journalismus-Branche hat es nicht leicht: Immer mehr gedruckte Zeitungen haben starke wirtschaftliche Probleme oder gehen sogar komplett zugrunde. Darunter leiden nicht nur die LeserInnen, sondern vor allem auch die JournalistInnen. Im Jahr 2008 gingen in den USA mehr als 22.000 Medienjobs verloren. Eine andere Entwicklung hingegen gibt Grund zur Hoffnung. Der Online-Journalismus ist stark am aAufkeimen. Es werden wieder Jobs geschaffen. Neben Online-JournalistInnen werden auch Menschen eingestellt, die sich um die „Community“ im Social Media Bereich kümmern: Social Media Redakteure oder Community Manager.
Social Media Redakteur und Community Manager
Beide Berufe sind noch nicht ausreichend definiert. Dennoch kann man grundlegende Tendenzen erkennen. Während sich die Social Media Redakteure um das Erstellen von redaktionellen und Werbetexten kümmern, den Dialog mit den relevanten Zielgruppen suchen und somit die Schnittstelle zwischen Redaktion und User bilden, ist das Feld der Community Manager viel interdisziplinärer. Die Social Media Redakteure arbeiten vor allem für Medienhäuser und damit Zeitungsverlage bzw. deren Online-Ausgabe. Die Community Manager dagegen werden nun in allen Branchen eingestellt.
Community Management ist interdisziplinär
„Das klassische Community-Management beschäftigt sich mit allen operativen und strategischen Fragestellungen rund um die Konzeption, den Aufbau und Betrieb einer Online-Community.“ Daniel Langwasser meint damit in seinem Community Management Blog, dass das Community Management Elemente aus folgenden Fachgebieten umfasse und je nach Umfeld unterschiedlich verstanden werden könne:
- Idee, Konzeption und Entwicklung
- Technik
- Marketing
- Rechtsfragen
- Monetarisierung
- Produktmanagement
- Mitglieder-/Kundenbetreuung
- Projektmanagement
Wesentliche Punkte des Community Managements
Bei den webguerillas.de, die vor allem über Social Media und alternative Werbeformen bloggen, werden die fünf wesentlichen Punkte von Community Management, basierend auf Stuart Foster, angeführt:
- Liebe zum Job und absolute Loyalität gegenüber der Community
- Andere für die Marke oder das Unternehmen begeistern können
- Schnelligkeit, Flexibilität und direkte Kommunikation mit oder ohne Strategien
- Authentische, offene Persönlichkeit und Austausch auf persönlicher Ebene
- Kenntnis über die Marke oder das Unternehmen, Informations- und Wissensaustausch
Fazit
Bilden die beiden vorgestellten, recht ähnlichen, Jobs nun also eine Alternative für Journalisten, die ihren eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben können? Diese Frage lässt sich so nicht beantworten. Auf jeden Fall, da ist sich Miguel Baptista sicher, hat der Job Zukunft.
Weiterführende Links
digitaljournal.zib21.com: Social Media Redakteurin gesucht

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