US-Regierung fordert Twitter-Daten von Wikileaks-Unterstützern

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Die US-Regierung hat offenbar Twitter aufgefordert personenbezogene Daten von prominenten Wikileaks-Sympathisanten herauszugeben. Unter anderem sind die Isländerin Brigitta Jónsdóttir, der Internetaktivist Jacob Applebaum, sowie der Niederländer Rop Gonggrijp von der Twitter-Rechtsabteilung über die angeforderten Auskünfte informiert worden.

Die Anordnung der US-Regierung sollte ursprünglich geheim bleiben und die betroffenden Personen nicht informiert werden. Bereits am 14. Dezember erreichte Twitter die Aufforderung per Fax. Weil der Kommunikationsdienst Twitter sich vor Gericht gegen die Geheimhaltung wehrte und Recht bekam, durften die Anfragen veröffentlicht werden bzw. die entsprechenden Personen informiert werden.

Die angeforderten Daten umfassen sämtliche personenbezogene Daten, wie Klar- und Benutzernamen, Adressen, E-Mail-Adressen, Kontaktdetails, IP-Adressen, Verbindungsdaten Netzwerkinformationen, die im Zusammenhang mit der Twitter-Nutzung der genannten Personen angefallen sind und ähnliche Informationen.

Laut Vermutungen von Wikileaks-Mitarbeitern gegenüber der britischen Zeitung The Guardian, sollen unter anderem Google und Facebook ähnliche Aufforderungen erhalten haben.

Heise online | “US-Regierung fordert personenbezogene Daten von Twitter [2. Update]”

Spiegel.de | “US-Justizministerium verlangt Zugriff auf Twitter-Daten”

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