Wenn Blogger ein Netzwerk gründen – die Erfolgsgeschichte

Das Internet und vor allem das Web 2.0 bietet heutzutage die größten Überraschungen. So kann es auch passieren, dass ein Junge im Teenageralter beginnt zu bloggen und ein paar Jahre später in einem Hamburger Loft als Gesellschafter einer Firma sitzt.

So geschehen bei Marcel Wichmann, alias @UARRR, einem der bekanntesten Blogger und Twitterer Deutschlands.

Foto: Marcel Wichmann, alias @UARRR | Quelle: uarrr.org

Wichmann ist 21 Jahre alt und betreibt sein Blog uarrr.org seit circa 5 Jahren. Derzeit hat das Weblog über 3100 Abonnenten und fast 2000 Fans auf Facebook. Nach eigener Aussage besuchen ihn täglich an die 10000 User. Das sind Zahlen, die in der deutschen Bloggerszene durchaus als erfolgreich gelten.

Solche Zahlen und Erfolge im Web 2.0 lassen auch die Medien berichten: die Süddeutsche Zeitung schrieb über @UARRR, da er von der jetzt.de zum lustigsten Twitterer Deutschlands gewählt wurde. Auch Radiointerviews sind nichts Neues für ihn.

Vor einigen Wochen schwappte der private Erfolg Wichmanns im Internet jedoch schlagartig zum beruflichen Erfolg über: er bekam ein Angebot. Wichmann hatte eine Idee, die er umsetzen wollte, dies ohne Unterstützung aber nicht so leicht konnte. Jemand war interessiert und seit einigen Tagen sitzt @UARRR in einem Hamburger Loft mit seinen Mitstreitern und einer Tischtennisplatte und arbeitet an quote.fm – einem neuen sozialen Netzwerk.

Die Idee hinter quote.fm ist, eine riesige Anzahl von Zitaten zu sammeln. Dies geschieht, in dem der User auf einer Webseite eine Zeile markiert und sie via Bookmarklet zum eigenen quote.fm-Account schubst. Ebenso kann man, ähnlich wie bei Twitter, auch den Usern folgen und somit reichlich Lesestoff bekommen. Auch soll es in Zukunft möglich sein, selbst herauszufinden, ob von der eigenen Website Zitate entnommen wurden. Der Zugang zu quote.fm wird jedoch lediglich über Einladung möglich sein, um eine hohe Qualität der Zitate zu erlangen. Wann quote.fm vollständig online geht, ist nicht bekannt.

Das Web 2.0 mit all seinen Facetten bietet also nicht nur Spaß für jeden Einzelnen, sondern kann auch, wenn man es richtig betreibt, zum Erfolg führen. Beruflicher Erfolg. Mit dem, was man kann und was einem Spaß macht.

Und: Auch wenn Blogger oft, gerade von journalistischer Seite, belächelt werden, so sind sie doch aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Sie liefern Inhalte, die frei von jeder Blattlinie entstehen und vielleicht werden manche von ihnen genau deshalb so erfolgreich.

5 Gedanken zu „Wenn Blogger ein Netzwerk gründen – die Erfolgsgeschichte“

  1. Dieser Artikel rechtfertig für mich eher warum Blogs von journalistischer Seite belächelt werden (was ich nicht gutheiße). Und damit meine ich nicht worüber geschrieben wird, sondern die Art und Weise …

  2. Dieser Artikel rechtfertig für mich eher warum Blogs von journalistischer Seite belächelt werden (was ich nicht gutheiße). Und damit meine ich nicht worüber geschrieben wird, sondern die Art und Weise …

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